Chaos Racing

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Brünn 2010


Tag 1, 15.07.2010 € Anreise:

Treffpunkt Raststätte Wunnenstein am Highway 81, genau wie letztes Mal. Nur, dass es dieses mal nicht nach Pannonia, sondern nach Brünn ging.
Mit etwas Verspätung starteten Jürgen, Andy, Marco, Fred und Harri kurz vor acht Uhr. Großes Chaos lag in der Luft, denn E² wartete schon in Brünn.
Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir Brünn kurz vor 16 Uhr und kauften Lebensmittel & Co ein. Wir mussten noch ca. zwei Stunden warten bevor uns ins Automotodrom zu Brno Einlass gewährt wurde. Die Schranken-Jodler dort nehmen€s dort immer sehr genau!
Nach unseren Erfahrungen von Pann und Cartagena entschieden wir uns kurzerhand für eine Box. Etwas später kamen das Family-Team Nicole, Gerald und Danilo an, gefolgt von unserem schweizer Chapter, Aviv und Martin. Ein leckeres Grill-Abendessen war der Lohn für€s extra schnelle Ausladen und Beziehen der Box. Anschließend holten wir noch die Papiere beim Speer Racing Team, die den administrativen Part bei Toni Mang Racing abwickeln, ab.

Tag 2, 16.07.2010 € Wiederseh€n in Brünn:

Bei der Fahrerbesprechung wurde uns mitgeteilt, dass Toni leider bei diesem Event nicht persönlich zugegen sein kann ( Er unterstützt dieses Wochenende Marcel Schröter am Sachsenring. Hoffentlich gewinnt Marcel € sonst wäre dieses Opfer ja für€n Arsch gewesen. Wann bekommt man als Weltmeister schon mal die Gelegenheit mit dem Chaos-Racing-Team aufzuzünden??? Ab nullneunhundert wurde es wieder laut auf dem Kurs € keine Phonbegrenzung hier ;o) Is klaa, ne!?!
Nach kurzer Eingewöhnung rührten wir schon wieder kräftig um im bunt zusammengewürfelten Feld der mittleren und schnellen Gruppe. Die Sonne brannte volles Rohr, 36°C Luft und Streckentemperaturen bis zu 57°C. Wasser saufen war angesagt, trinken würde den Zustand einfach nicht treffend beschreiben! Abends grillten wir zur Abwechslung mal und taten dann technischen Dienst an Waffen und Gerät. Diverse Reifen hatten Ihre letzte Umdrehung hinter sich gebracht und wurden ausgetauscht. Gesellig ließen wir schließlich den Abend bei griechischen Kräckern mit Nutella ausklingen € jo mei, wenn€s schnell macht!

Tag 3, 17.07.2010 € Training Day:

So richtig gut hatte wohl keiner geschlafen. Heiß und stickig war€s, ergänzt durch fiese Stechos die gierig waren auf frisches Racerblut. Nach ner Dusche (sogar mit warmem Wasser dieses Mal) und einem guten Frühstück setzten wir die Aufzündung fort. Der Tag entwickelte sich wieder zu einer absoluten Hitzeschlacht. Und Wasser wurde knapp heute. Nach dem gestrigen extremen Wasserverschleiß hatten wir abends versehentlich mal wieder statt Wasser süßen Sprudel gekauft. NEIN!!!
Vor der nächsten Rennveranstaltung müssen wir unbedingt lernen was Limo und Wasser in der jeweiligen Landessprache heisst und vor allem wie das geschrieben wird ;o)
Auf der Strecke lief€s super und die Zeiten purzelten. Bis dann Nachmittags die Kondition nachließ. Einige Racer und auch solche die es noch werden wollen stürzten. Deshalb gingen wir die Sache dann etwas gemächlicher an und nutzten die Zeit um andere Linien und Orientierungspunkte auszuprobieren. Abends € ihr wisst längst was es zu essen gab € sah es ziemlich nach Gewitter aus. Nach dem Essen begann es dann zu regnen. Die Box erwies sich als die richtige Entscheidung als es Nachts dann schüttete wie aus Kübeln. Das Waschbecken gurgelte wie verrückt, was ganz klar wie eine Art "Chattering" der Kanalisation zu verstehen ist. Ein bisschen mehr und die Kacke wäre am dampfen gewesen. Als der Regen etwas abklang war ein total vollgesoffener Schnarchsack aus der Nachbarbox schon viel besser zu hören. Hin und wieder hörte er auch auf, um dann im Anschluss wieder wie ein Kärcher Nass-Staubsauger vom Clean-Park nach Luft zu schnappen.

Tag 4, 18.07.2010 - Raining Day:

Beim Frühstück regnete es immer noch leicht. Mal wieder! Unsere Regenreifen waren echt eine gute Investition, mittelt man mal den Regenanteil der letzten
Veranstaltungen. Das einzig Gute an Regen: Man hat die Strecke fast für sich allein. Der Veranstalter löste ab neun Uhr die Gruppeneinteilung
und rief freies fahren aus. Jürgen und Harri checkten den Kurs als erstes auf Regenpellen. Jürgen fand seinen Rhythmus nach wenigen Runden und begann
offen sichtlich wieder Spaß am Regen fahren zu bekommen. Als er zum tanken in die Box kam nahm er nicht mal den Helm ab - Suppe rein - zack war er wieder draußen.
Während Aviv, Martin, Gerald und Harri eher kurze Turns fuhren um immer wieder den Zustand der Reifen wegen der abtrocknenden Bedingungen zu prüfen, ballerte Jürgen eine Runde nach der anderen auf den Asphalt. Andy kümmerte sich zwischenzeitlich um das Wetter. Mangels eines zweiten Radsatzes für die Regenreifen wechselt er nur bei klarem Regenwetter die Reifen. Deshalb kam er erst gegen Mittag zum fahren.
Trotz trockener Strecke am Nachmittag war dieser Sonntag nicht mehr für unsere Top Zeiten zu gebrauchen, machte aber Dank dem freien Fahren
trotzdem noch richtig Spaß.
Am späten Nachmittag, als das Benzin verfahren war, packten wir unser 700 Sachen und stellten somit sicher das wir die Box rechtzeitig räumten.

Die Heimfahrt verlief glücklicherweise ohne Zwischenfälle wie Stau, Pannen oder Ähnliches.

Unser Fazit: Brünn ist heiß, Brünn macht Spaß und Brünn ist immer eine Reise wert. Eine Box zu beziehen anstatt die Pavillons aufzustellen
hat ganz klar seine Vorteile. Man muß deutlich weniger Material mitschleppen und ist bei schlechtem Wetter und Sturm viel besser aufgehoben.
Andererseits fällt leider ein schöner Abend im Kreise schneller Freunde weg und man ist nach der Heimfahrt direkt nach der Rennveranstaltung
fick & fertig

Bis zum nächsten mal auf diesem Sender!

Eure Chaoten