Chaos Racing

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Hockenheim Mai 2009


Anreise, 3. Mai 2009:

Zwei Chaoten, E² und Harri, fuhren gegen 17:30 Uhr gen Hockenheim und trafen sich dort mit der Chaos-Racing Vorhut, in dem Fall Jens. Nach 2 Runden durch das kleine Fahrerlager stand der Allerallerallerbeste Platz fest. Direkt zwischen der Mobil-Ölflasche und der Sachskurve am Zaun wurde Erik's Pavillon und das restliche Material aufgebaut und der Bus geparkt. Nach dem Abladen der Moppeds ging es direkt zur Anmeldung und akustischen Abnahme.
Die Regel des DMSB das die Lautstärke des Endschalldämpfers bei halber Nenndrehzahl erfolgt, fand hier leider keine Anwendung. Stattdessen werden alle 1000er pauschal bei 6000 1/min gemessen!

Gesenkten Hauptes und mit bescheinigten 105,4dB fuhr Harri zurück zum Chaoslager um dort seinen sauschweren, unfassbar hässlichen, acht Meter langen Originalendtopf zu montieren. Immerhin war der 9dB leiser und ermöglichte somit eine Teilnahme.

Zwischenzeitlich wurde der Grill angeheizt. Zum Abendessen war Reiner (Instruktor von Toni Mang Training) zu Gast. Nach einem gemütlichen Grillabend verließ uns Jens gegen 22Uhr, räumte aber ein das er als Ersatzfahrer zur Verfügung stünde für den Fall das jemand ausfalle...

Eine Halbe Stunde später waren die Betten gebaut und die Akku-Ladephase begann bei leichtem Regen über Hockenheim.

Raceday, 4. Mai 2009:

In aller Herrgottsfrühe reiste Thorsten mit seinen zwei Schätzchen an. Nach einem schnellen Chaos-Cafe-Cappucino und ein paar Muffins stellte auch er sich der unbarmherzigen Krach-Abnahme. Zu unserer Überraschung war an der Ducati kein DB-Killer von Nöten seine Suzi war aber eindeutig zu laut, sodass der Schnulli rein musste.

Wir bereiteten alles in Ruhe vor, schließlich hatten wir noch etwas Zeit, und starteten dann in der 3. von 4 Gruppen. Unser erster Turn wurde bereits nach ca.10min mit der Roten Flagge abgebrochen. Thorsten und Harri warteten nach dem versorgen der 125 und 144 Rennpferde einige Minuten und resümierten fassungslos "Der E² wird sich doch nicht im ersten Turn lang gemacht haben!".
Kurzes Nachfragen bei der Rennleitung ergab das sich der Fahrer nicht schlimm verletzt habe, "wir bringen den Ofen dann vorbei...". Nein! Erik!!!

Nach ein oder zwei Ewigkeiten kam unser Bruchpilot dann unversehrt auf dem Schandwägele daher - hä? Ja, er war nicht gestürzt,sondern seine Möhre war nach der Parabolica einfach abgefichtet. Aber Bruchpilot traf trotzdem ganz gut, denn zum brechen war ihm vermutlich zu mute als er im Zweiten Turn erneut nach einer Runde aufgeben und sich an die Box zurück quälen musste.
Die 7einhalber kotze und sprotzte sobald E² von den Drosselklappen die volle Leistung anforderte.

Werkzeug raus und den Ofen auseinander - Zündspulen kontrollieren -Einspritzventile durchmessen etc. Mittlerweile war die Benzinpumpe bzw. deren Ansteuerung in Verdacht geraten. Harri studierte schon mal das
"GSX-R - Jetzt mach ich's mir selber!" Buch in der Hoffnung einen Hinweis in der Störungstabelle zu finden während Erik den Luftfilter- Kasten öffnete. HA! Der war voller *schnupper-tupf-reib-analysier* ?Wasser?!? Wo verdammt noch mal kommt da Wasser her?
Da es nicht geregnet hatte war die Unschuld der RAM-Air Öffnungen schnell bewiesen und die Motorentlüftung überführt. Kopfdichtung hieß das Wort das Erik's Farbe aus dem Gesicht weichen ließ... Jedoch fand sich bei der Kontrolle des Kühlwassers kein Hinweis auf Öl. Stattdessen sah die Brühe eher rostig aus. Ein kurzes Telefonat mit Jens beleuchtete die Möglichkeit das die Dichtung der Wasserpumpe durch anrosten der Pumpenwelle mangels korrosionsschützendem Glysantin verursacht hatte.
Ein Blick auf das Schauglas am Motorblock zeigte deutlich eine Hellbraune Emulsion - das Aus für die GSX-R.

Kurze Zeit später konnte Erik aber dank Thorsten wieder aufzünden - allerdings jetzt auf Thorstens Duc. Die Umgewöhnung auf die 2Zylinderbefeuerte Ducati fiel Erik allerdings relativ schwer. Vermutlich hauptsächlich weil er auf der geliehenen Maschine auch kein
unnötiges Risiko eingehen wollte. Thorsten arbeitete nach anfänglich 2 Turns auf der Italienerin den Rest des Tages am Feintuning von Elfi, Kretzsches Ex. Irgendwie wollte der Schaltautomat nicht so richtig - die Unterbrechung der Einspritzung war anfangs zu kurz und nach erneutem Setup zu lang.

Im letzten Turn musste sich Erik auf der Duc schließlich Harri und dessen FZR geschlagen gegeben. In der Anfahrt aufs Motodrom setzte er sich nach 3 Runden für seine Verhältnisse erbittertem Kampf durch und beim Versuch ja nicht wieder zurück hergebrannt zu werden ging ihm im Anschluss an die Sachskurve beinahe die Straße aus. Aber nur beinahe ! ;o)

Durstig von einem anstrengenden Trainingstag gönnten wir uns noch gemütlich einen Sprudel bevor wir uns ans abbauen und aufräumen machten.

Wir kommen wieder keine Frage !