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Pannonia Mai 2008 mit AGP


Pannonia zum ich weiß nicht wievielten Male :-)



Vorgeschichte:
Alex alias Kretzsche hatte diesen Event als Start in die neue Saison gewählt und bei den Chaoten kräftig die Werbetrommel gerührt. Aus verschiedenen, hier nicht näher zu beleuchtenden Gründen, konnte sich jedoch niemand auf Anhieb entscheiden, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. So kam es, dass er zu zunächst als Einziger über unser befreundetes Team um Stefan Sebrich alias Sebi beim Pettinger Fritz gebucht hatte. Einige Wochen vor Veranstaltungsbeginn bekundeten allerdings Jürgen und Erik doch noch Interesse und konnten zwei der begehrten Plätze ergattern. Als ob dies nicht schon schwierig genug gewesen wäre, wollten zwei befreundete Ducatis Namens Thorsten und Andy auch dabei sein. Es schien fast aussichtslos, doch dank Sebi und der guten Kontakte zum Fritz von AGP war auch der letzte von uns zwei Tage vor Beginn des Events sicher mit dabei. Um die Gruppe abzurunden, fuhr Gabor auch noch als Koch, Putze, Schrauber und Fotograf mit.

Anreise/Ankunft:
Jürgen, Erik und Gabor starteten am frühen Mittwochmorgen in Richtung Pannonia. Alex war bereits am Vortag mit Julia nach Garmisch-Partenkirchen gefahren, um von dort aus die zweite Etappe der Reise gemeinsam mit Marion und Sebi in Angriff zu nehmen. Da Marion noch bis zum Mittag arbeiten musste, war die Abfahrt auf 14:00 Uhr angesetzt.

Trotz des anstehenden Brückentages war die Fahrt nach Panne ein ziemlich staufreies Unterfangen. Alles in Allem eine sehr entspannte und lustige Angelegenheit (wenn der Slobodan nicht gewesen wäre ;-) ). Gegen 17:30 kam die Truppe um Jürgen in Szombathely an und dort wurde erst einmal die örtliche METRO um einen guten Teil der vorhandenen Waren erleichtert. Schließlich muss man ja auch mal was essen und trinken ;-) Nachdem der Einkauf verstaut war, ging es noch das letzte Stück zum Ring. Dort angekommen ließ sich erleichtert feststellen, dass sich seit August letzten Jahres nichts Wesentliches verändert hatte. Irgendwer drehte noch ein paar Runden. Moment mal: das war nicht irgendwer! Der Herr Meklau höchstpersönlich brannte dort ein paar Instruktorrunden in den Asphalt. So schön das auch anzusehen ist, so sehr zieht einen das auch runter wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit er dort mal eben eine Zeit um zwei Minuten ganz entspannt und wheelyfahrend abliefert.

Zuschauen galt aber nicht, denn es musste ja noch das Chaos-Headquarter errichtet werden. Das Fahrerlager war ziemlich leer, also freie Auswahl. Nach einigen sehr tiefsinnigen Gesprächen, war ein Platz gefunden und dank der guten Organisation von Jürgen war die Zeltstadt auch recht schnell aufgebaut. Noch flux die Vorräte und die Mopeds untergebracht und es begann der Erste Akt des "Leiden des Schwenkgrills". Es gab Fleisch :-) Und ein zwei wohl verdiente Bier.

Gegen 23:00 Uhr erreichten auch Marion & Sebi sowie Julia & Alex den Pannoniaring. Voller Vorfreude die Chaos-Hymne "Hold the Line" von Toto aufgerissen € die serienmäßige VW-Anlage in seinem Caddy gab hörbar alles € hielt er Ausschau nach seinen Mitstreitern. Doch vor der bereits durch Fritz bezogenen Box 9 war keiner von den Chaoten zu sehen. Na ja, erst einmal ausladen und das Quartier richten. Nach ca. einer Stunde war auch dies erledigt und so machte sich Alex auf die Suche. Eingangs der Rennstrecke, strategisch gut platziert in der Nähe des Toilettenhäuschens war die Zeltstadt aufgebaut. Irgendwie war es komisch € einer der Chaoten über 100m entfernt in Box 9 und der Rest so weit entfernt. Aber auch dies sollten wir alle gemeinsam meistern.

Alex verbrachte noch einige Stündchen in Box 9 bei seiner Elfi und es wurde der ein oder andere Absacker vernichtet. Wohlwissend, dass am nächsten Tag noch ein Entspannungstag auf dem Programm stand, gab es dann doch etwas mehr als nur den Ein oder Anderen. Es wurde viel gelacht und mit Spannung den bereits erlebten Heldentaten des Herrn Plattner gelauscht. Gegen vier Uhr löste sich die Gruppe gemächlich auf. Als Alex bei seinem morgendlichen Toilettengang gegen 8:30 Uhr am Zelt der weiteren Chaoten vorbeikam, traf er Jürgen und einen noch sichtlich angeheiterten Fritz nebst Hund. "So Jungs, ich wünsche Euch eine gute Nacht." Mit diesen Worten wurden Jürgen und Alex verabschiedet. Gut, dass heute noch keiner fahren musste.

Tag der Arbeit:
Da es noch keine Fahraction gab, konnte in aller Ruhe an den Mopeds geschraubt werden. Das heißt: eigentlich nur an einem. Irgendwann stand Eriks 750er ziemlich nackt und halb entkernt vor dem Zelt. Unter anderem wurde der Kühler gewechselt. Und na klar, ein Kühlerwechsel nach "Chaos-Art" hat einiges zu bieten: man kauft einen gebrauchten Kühler, der nach Aussage von ganz vielen Menschen ganz sicher als Ersatz passt. Aber man packt ihn nicht aus. Und man schaut auch nicht, ob auch wirklich alles passt :-) Das kann man schließlich noch an der Rennstrecke erledigen. Man baut den alten Kühler aus, baut den neuen Kühler ein. Und stellt fest: Genau! das er natürlich nicht passt. Was nun? Man geht zum Herrn Meklau und fragt, ob er den alten Kühler in seiner Edelschrauberstätte nicht wieder zusammen schweißen kann. Und na klar ging das, an der Stelle nochmals vielen Dank an Andy Meklau und den Schweißer. Der anschließende Ausbau des neuen Kühlers und Einbau des alten Kühlers ging recht schnell von statten, Übung macht den Meister. Irgendwann waren dann aber alle Baustellen gerichtet.



Thorsten und Andy liefen auch im Laufe des Tages ein und es wurde wieder eingeräumt und aufgebaut. Nun schmückten auch noch zwei schöne Ducs die Zelt-Box. Irgendwann war es dann auch Zeit fürs Abendessen. Und das Drama um das "Leiden des Schwenkgrills" fand seine Fortsetzung in Akt 2. Und das Drama sollte noch einige Fortsetzungen erfahren. Der Abend klang gemütlich aus. Für fast alle :-)

Erster Tag:
Trotz starken Regens am Vortag, begrüßte uns die Sonne am Morgen. Die ein oder andere Pfütze zierte noch das Fahrerlager aber die Strecke war nach Aussage des Veranstalters bereits abgetrocknet. An diesem Tag hieß es für alle erst einmal die steifen Knochen an die Belastung langsam heranführen und bloß nicht am ersten Tag im ersten Turn stürzen. Im Laufe des Tages war der Körper auf Rennstrecke eingestellt und alle hatten sichtlich Spaß.

Erstaunlich aber wahr, wir blieben sturzfrei! Der Abend verlief, wie sollte es auch anders sein, feucht fröhlich und mit heldenhaften Erzählungen des Erlebten. Und na klar, auch "Das Leiden des Schwenkgrills" fand einen fast schon traurigen Höhepunkt im 3. Akt.



Alles in Allem ein Tag ohne besondere Vorkommnisse.

Zweiter Tag:
Petrus ist ein Rennfahrer € wieder schien die Sonne! An diesem Tag stand das Qualifying sowie das Old-Man-Race an. Im zweiten Vormittagsturn biss sich Alex an einer kleinen schnellen Gruppe fest, die ihn zuvor überholt hatten. Schnell bemerkte er, dass seine bisherigen Bremspunkte ca. einen Kilometer zu früh gesetzt waren. "Ach, so spät kann man dann auch noch bremsen?!?" Als Resultat stand eine mit Freude festgestellte 2:15, hoch auf dem Laptimer. Für viele vielleicht eine belächelte Nasenbohrer Zeit, doch Alex war mit seiner Leistung sichtlich zufrieden. Das Qualifying lief für alle zufrieden stellend und so sollten wir uns am folgenden Tag im letzten Viertel des Feldes hintereinander aufgestellt wieder finden.

Am Nachmittag startete dann der Old-Man-Race. Fritz startete von der Pole € so dachten wir zumindest alle. Ganz nach alter Manier wurde ein Le Mans Start gefordert. Auf das Startsignal legte unser Fußkranker auch einen grandiosen Start hin, doch angekommen an seiner R1 würgte er diese prompt ab. Da bei diesem feinen Teil der Anlasser aus nicht nachvollziehbaren Gründen links unterm Tank sitzt, dauerte die Wiederbelebung seines Hightech-Teils entsprechend lange und er reihte sich als Siebzehnter ins Feld. Bereits nach einer Runde lag er auf Platz drei. Im weiteren Verlauf konnte er auch noch den Zweitplatzierten überholen und sog sich spürbar an den Führenden heran. Eingangs der letzten Runde war Fritz bereits auf Schlagdistanz herangekommen und mit einem starken Überholmanöver kurz vor Schluss sicherte er sich den Sieg.

Auch dieser Tag verlief € oh Wunder € völlig sturzfrei. Zumindest bei den Chaoten. Andere hatten weniger Glück. Gabor bewies, dass er auch an einer Yamaha rumschrauben kann, so dass diese hinterher noch fährt, Erik hatte dann auch noch zwei oder drei Besuche von ersatzteil- und hilfesuchenden Gestürzten. Aber allen konnte geholfen werden, so wie man das von Chaos-Racing gewöhnt ist.



Ihr ahnt es schon: das "Leiden des Schwenkgrills" fand auch an diesem Abend eine bedauernswerte Fortsetzung in einem 4. Akt. Es war nicht mehr lustig. Und es war eigentlich auch nicht mehr schön :-). Aber es war noch nicht das Ende.

Dritter Tag:
An diesem Tag sollte es also so weit sein € Alex€ erstes Rennen. Erik hatte bereits letztes Jahr in Rijeka Erfahrung sammeln dürfen und Thorsten am Vortag beim Old-Man-Race. Hätte es für jeden Gang zur Toilette einen Euro gegeben, so wäre Alex heute Millionär! Sebi sollte von der Pole, Fritz vom zweiten Platz und wir Chaoten von Platz 34 bis 36 ins Rennen starten. Der Vorstart verlief problemlos und alle reihten sich brav auf ihre vorgegebene Startposition ein. Der Start erfolgte, das Feld rast los € Kurve eins und zwei wird von allen Teilnehmern passiert € doch in Kurve drei ein heftiger Abflug eines Fahrers aus dem vorderen Drittel. Eine große Wolke aus Staub und Dreck liegt über der Strecke, die Luft schmeckt sandig € bloß nicht hinterher schauen! Der Rest des Feldes kommt sauber durch. Alex musste seinem hohen Anfangstempo und seiner Anspannung Tribut zollen € er gab nach der vierten Runde mit starken Krämpfen in den Waden und Oberschenkeln enttäuscht auf. Jetzt war die Stunde von Erik und Thorsten gekommen. Erik erreichte in diesem Lauf eine fantastische 2:13, tief. Voller Stolz und Freude wurde dies im Anschluss des Rennens gewürdigt. Sebi wurde Erster und Fritz kam auf den vierten Rang.



Am Nachmittag wurde wie bereits im Vorjahr, eine gemütliche Familienfahrt der Chaoten und des Teams um Sebi veranstaltet. Da die Strecke aufgrund vieler Abreisen bereits ziemlich leer war, konnte so jeder nach Lust und Laune seinen Vorlieben frönen.

Und auch an diesem letzten Tag, gab es wieder weder Stürze noch technische Ausfälle zu beklagen! Da Alex die weiteste Heimreise hatte und seine Begleitung Julia auch ziemlich bald wieder zur Uni musste, fuhren sie bereits am Sonntagabend los, um in München bei Elke und Fritz einen Zwischenstopp einzulegen.

Der Rest der Chaoten um Jürgen hatte die Abreise erst für Montag geplant. Es ist einfach stressfreier. Außerdem eröffnete dies dem "Leiden des Schwenkgrills" einen Höhepunkt und Abschluss zu finden. Grillen geht mal gar nicht. Das braucht kein Mensch. Zumindest nicht 5 Tage hintereinander. Auf dem Merkzettel für Brünn steht (zumindest bei Gabor) ein Kocher, der mehr als nur Fleisch verbrutzeln kann.

Am Montag früh noch geschwind abgebaut und die Heimreise angetreten. Die verlief glücklicher Weise genau so entspannt wie die Anreise. Wenn es doch nur immer so wäre.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass dies ein absolut gelungener Saisonauftakt war! Keine Stürze, keine technischen Defekte und keine Verletzungen € es sind alle wieder gut heim gekommen und so soll es sein!

Herzlichst,

Eure Chaoten