Chaos Racing

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Rijeka 2007


Rijeka Dreier Racing März 2007


Anreise_Rijeka 1


Tief im Winter fuhren ein paar Chaoten, Mitte Dezember… nein, nicht Mitte Dezember sondern Mitte März bei Neuschnee zum Treffpunkt Autobahnraststätte Sindelfinger Wald (Schwabenländle). Von da aus ging’s los Richtung Rijeka. Währenddessen flogen in ca. 10.000 Meter Höhe zwei Chaoten Namens Sandra und Kretzsche voraus, um die Organisation und Verpflegung vor Ort zu sichern.

Nach der Ankunft an der Rennstrecke war das Chaoten Team dann endlich wieder vereint. Mit gemeinsamen Kräften haben wir dann unsere Teambehausung (Zelt 4x8m) in den Asphalt gemeißelt. Anschließend wurden wir "schön" von unserem Teamkoch Kretzsche verwöhnt und ließen den Abend mit ein paar Bierchen ausklingen. Nachts um vier Uhr wurden wir von einer 100 km/h Windböe geweckt, die bereits unseren Küchen Pavillon mit sich gerissen hatte und kräftig an unserem Zelt zerrte. Das war’s dann wohl mit schlafen! Gegen fünf Uhr in der Früh entschlossen wir uns die Teambehausung abzubauen. Die Wartezeit auf eine Box verbrachten wir frierend und dem Winde ausgesetzt hinter Jürgens Anhänger.

Nach unermüdlichen und scheinbar endlosen Bemühungen von Mara, hatten wir gegen elf Uhr endlich einen Boxenschlüssel in der Hand und bezogen unser neues Quartier in der Box Nr. 10. Der restliche Tag verlief dankenswerter Weise recht ereignislos bis auf die überraschende Ankunft von Matte und Markus, worüber wir uns sehr freuten.

Endlich Montag, erster Trainingstag.
Leider war keine Besserung der Windverhältnisse in Sicht. Rijeka: "die Sonne brennt nicht, die Frisur hielt nicht! Orkanböen, da half auch kein Drei Wetter Taft"! Das Fahren wurde durch den unberechenbaren Wind sehr schwierig und an schnelle Rundenzeiten war nicht zu denken, zumal wir auch alle Neulinge auf dieser Rennstrecke waren. Nach einigen Tipps und Instruktionsrunden durch die Racer in unserer Nachbarbox (Sebi-Racing-Team) wurde uns die Rennstrecke aber immer vertrauter.

Wenigstens einen trifft’s ja irgendwie immer, in Rijeka war unser erster Pechvogel dann leider Matte. In der Mittagspause ereignete sich das Missgeschick: als Matte die Boxentür geöffnet hatte, wurde diese durch eine Orkanböe wieder zugedrückt. Beim Versuch mit der einen Hand den runter fallenden iPod zu retten und gleichzeitig mit der anderen Hand die Tür offen zu halten, gerieten leider auch zwei Finger zwischen Tür und Zarge. Nach der Erstversorgung vor Ort ging’s ab ins örtliche Krankenhaus. Dort angekommen und fünf Stiche später, war klar: an ein weiteres Motorradfahren war nicht mehr zu denken. Der Rest des Tages und der Abend verliefen ohne weitere Verletzungen, dafür aber sehr feucht fröhlich unter anderem in der Nachbarbox.

Der folgende Tag beinhaltete keine Veränderung der Windverhältnisse. Bis zum späten Nachmittag verlief alles relativ normal. Dann jedoch gab’s den zweiten Pechvogel: unser "Zu-Spätbremser" Bernd brachte seiner Frau Mara ein paar Souvenirs aus dem Kiesbett mit. Der beim Besorgen der Souvenirs entstandene Schaden bedarf keines weiteren Kommentars. Mit ein paar Bier, leckerem Essen und viiiiiel Tape war der Abend dann doch noch gerettet.

Mittwoch, der erste Renntag.
Endlich windstill - zumindest draußen. Manche hatten noch Böen im Kopf oder in den Fingern, aber sonst war alles "klar". Die Qualifikation für das erste Superbikerennen hatten wir leider alle verpasst. Aber es gab ja noch ein Zweites und in dem belegten wir folgende Startplätze: Gabor auf Pole, Bernd auf 11 und Erik auf 23. Der weitere Rennverlauf wird nicht kommentiert. Obwohl eine Kombination aus den Ziffern 4, 0 und 1 sicher erwähnenswert wäre. Dennoch konnte sich das Ergebnis sehen lassen: Gabor als 4er, Bernd als 15er und Erik als 24er. In Anbetracht unseres jungfräulichen Auftritts in Rijeka und der starken Konkurrenz war das für uns dennoch eine super Leistung. Teilweise erschöpft, teilweise in Partylaune klang auch dieser ereignisreiche Tag aus.

Donnerstag, der Tag des zwei Stunden-Rennens.
Nachdem noch ein paar Dinge verloren gingen, eine kleine Fahrradtour um den Kurs gemacht wurde kam dann mittags auch noch Regen. Eigentlich waren unsere gemeldeten Teams Erik/Bernd und Jürgen/Gabor sehr motiviert, aber durch den einsetzenden Regen entschieden sich Jürgen, Gabor und Bernd nicht an dem Rennen teilzunehmen. Alle unsere Hoffnungen ruhten damit auf Erik, der das Zweit-Stunden-Rennen mit Marion (Sebis Frau) ohne Ausfall bestritt. Am Ende kam für die Beiden ein wirklich toller 17ter Platz heraus! Nach etlichen Glückwünschen machten wir uns auf dem Heimweg mit einem Zwischenstopp in Villach, das nun einen wahrscheinlich immer noch staunenden spanischen Wirt hat.

Ein Dank an dieser Stelle:

  • an Kretzsche für das gute Essen
  • an Matte für die vielen tollen Fahrbilder
  • an Markus, dass er immer so schön ruhig war
  • an Erik, Matte, Gabor, Jürgen und Bernd, das keine weiteren stationären
  • Krankenhausaufenthalte nötig waren
  • an Sandra und Mara für alles andere
  • an Fritz, Sebi und sein Team für die wertvollen Tipps
  • an unsere zukünftigen Sponsoren, die dies hier gerade lesen

    … auf ein Neues in Brünn 2007 …